Einführung des Managementsystems

als Beispiel von ISO 14001 und EMAS

Wie jede ISO Norm liegt die Grundlage beim Umweltmanagementsystem in der Planen-Umsetzen-Überprüfen-Optimieren Zyklus (Plan-Do-Check-Act Zyklus). Deshalb ist die Einführung der ISO 14001 umso leichter, wenn bereits ein Managementsystem im Unternehmen integriert ist.

 

I. Planen (Plan)

 

Die erste Phase beginnt mit dem Erstellen eines Planes für die Einführung des Umweltmanagementsystems und Bestimmen eines Umweltteams für seine Umsetzung. Dabei müssen die Wechselwirkungen zwischen dem Unternehmen und seiner Umwelt untersucht werden – die Lebensräume (Umweltmedien), natürliche Ressourcen (Flora, Fauna, Habitat, Stoffstrome) und entsprechenden Umweltverschmutzungen:

 

– Boden: Erschütterungen, Staubbildung, natürliche Flächen, bebaute Flächen, Abfallaufkommen

– Wasser: Regenwasser, Flusswasser, Trinkwasser, Abwasser

– Luft: Energie, Verkehr, Immissionen, Lärm, Gerüche

– Materialverbrauch: natürlich-vorkommende organische und anorganische Stoffe (Holz, Metall, Gestein)

– Biodiversität: Flora, Fauna, Habitat, Flächenverbrauch

 

Die Ist-Analyse beinhaltet demzufolge:

 

a) Standortanalyse, Flächenverbrauch, Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Abfallaufkommen, Verbrauch von Stoffen und Flüssigkeiten, Umlaufgüter;

b) Tätigkeitsanalyse, Produktion, Betrieb, Anlagen, Prozessen, Verkauf, Ankauf, Personal, Kommunikation;

c) Rechtsanalyse, Kundenanforderungen, eigene Verpflichtungen;

d) Ermittlung der direkten und indirekten Umweltaspekte und deren Bewertungssystem. Bestimmung der wesentlichen direkten und indirekten Umweltaspekte und deren Beeinflussbarkeit:

 

- Luftverschmutzung

- Wasserverschmutzung

- Bodenverschmutzung

- Nutzung von natürlichen Ressourcen

- Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr

 

e) Ermittlung von Verbesserungspotentialen mit dem Ziel Reduktion von:

 

- Energieverbrauch

- Verkehr

- Lärm und Gerüchen

- Wasserverbrauch

- Materialverbrauch

- Abfallaufkommen zur Beseitigung

- bebauten Flächen

- Unfällen

- negativen Auswirkungen infolge plötzlicher Umweltereignisse

 

f) Ermittlung von Verbesserungsmaßnahmen und deren Bewertungssystem;

g) Bestimmen unternehmensbezogener Umweltpolitik;

j) Bestimmen von strategischen Umweltzielen, operativem Umweltplan und Aktionsplänen;

j) Bestimmen von Ressourcen für die Aufrechterhaltung des Umweltmanagementsystems und zur Erreichung der Umweltziele – Budget, Personal, Technik.

 

II. Umsetzen (Do)

 

a) Umsetzung des Planes;

b) Durchführung von Mitarbeiterschulungen;

c) Umweltkommunikation;

d) Erstellung der Dokumentation des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001;

e) Erstellung der Notfallpläne und Gefahrenabwehr;

 

 III. Überprüfen (Check)

 

a) Überwachung des Managementsystems;

b) Normrelevante Messdaten sammeln und analysieren;

c) Überprüfung der Rechtssicherheit im Unternehmen;

d) Interne Überprüfung des Managementsystem;

e) Analyse der Abweichungen;

f) Durchführen von Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen bei Abweichungen.

 

IV) Optimieren (Act)

 

a) Das Managementsystem wird durch die oberste Geschäftsführung bewertet;

b) Festlegen von Verbesserungsmaßnahmen.