Das Wichtigste in Kürze

Das CSR-Gesetz wird im Dezember verabschiedet

Oktober, 2016

Regierungsentwurf zur Änderung des Handelsgesetzbuchs bezüglich der nicht-finanziellen Berichterstattung für Kapitalgesellschaften ist veröffentlicht. Die Abstimmung des Gesetzentwurfes erfolgt am 6. Dezember und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Durch die Änderung des Handelsgesetzbuches werden Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern und 20 Mio. Bilanzsumme im Jahresdurchschnitt verpflichtet ab dem Jahr 2017 über die betrieblichen Umwelt- und Sozialbelange zu berichten.

 

Das Bußgeld ist von 50.000 Euro bis zu 10 Mio. Euro festgelegt.

Im Regierungsentwurf sind Angaben über den personellen Zeit- und Kostenaufwand für die Umsetzung der Gesetzesänderungen im Unternehmen beschrieben. Die Angaben sind in Folge von Schätzungen auf Basis der Auswertung der Jahres- und Konzernabschlüsse von betroffenen Großunternehmen. Der Kostenaufwand ist von der Unternehmensgröße und dem Arbeitsaufwand abhängig. So wird der Zeitaufwand für die Einführung des Systems zur Datenerfassung und -verarbeitung mit ca. 90 Tagen bei Unternehmen mit ca. 500 Mitarbeitern geschätzt. Internationale Mutterkonzerne benötigen ca. 345 Tage für die Einführung des Datenerfassungssystems. In den folgenden Jahren sinkt der Arbeitsaufwand um ein Drittel. Für die Aufrechterhaltung des Systems werden von 40 bis 80 Arbeitstage im Jahr geschätzt.

 

Der Kostenaufwand ist im ersten Jahr am Größten.

Im Referenzentwurf sind die Gehaltskosten als Kostenaufwand aufgelistet. Der Gesetzgeber sieht einen Stundenlohn von 39,10 Euro als Mittelwert für die Qualifikationsstufe der Mitarbeiter vor. Weitere Kosten, wie z.B. Kosten des Bewerbungsprozesses, Beschaffung von Arbeitsplätzen für die neuen Mitarbeiter, Betriebskosten für die Unterhaltung der Arbeitsplätze und die Weiterbildung der Mitarbeiter, werden im Referenzentwurf jedoch nicht behandelt.

Änderung der Abfallverzeichnisverordnung

April, 2016

Im März wurde die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) geändert. Die wichtigsten Änderungen sind die neuen Begriffsbestimmungen sowie die Bewertung und Einstufung der gefährlichen Abfälle. Die Änderungen der AVV berühren auf das im letzten Jahr erlassene Elektro- und Elektronikgerätegesetz und geänderte Infektionsschutzgesetz.

Die neue Fassung der AVV:  https://www.gesetze-im-internet.de/avv/

EMAS bringt Profit

"Unternehmen, die jetzt mit der EMAS-Einführung beginnen, erfüllen die Energieauditpflicht und können sich weitere Vorteile sichern: Es ist hinreichend, wenn bis 31.12.2016 – etwa im Rahmen einer Umweltprüfung nach EMAS - mindestens eine Bestandsaufnahme der Energieströme und Energieträger erfolgt ist und wichtige Energiekenngrößen gemessen und bewertet worden sind (EDL-G § 8c Absatz 6).

Eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 reicht nicht aus, es bietet sich also an, ein solches Umweltmanagementsystem zu EMAS aufzuwerten. Die ISO 14001 ist hinsichtlich der Systemanforderungen an das Umweltmanagementsystem integraler Baustein von EMAS. Die darüber hinausgehenden Anforderungen zu erfüllen, dürfte ein geringerer Aufwand sein und deutlich mehr Vorteile bringen, als eine zusätzliche neue Zertifizierung nach ISO 50001 anzugehen."

Quelle: www.uga.de

2015 – Energiemanagement ist Pflicht,

2016 – Umweltmanagement?

 

21.03.2015

Das neue Gesetz zur Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie tritt nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt voraussichtlich Ende April 2015 in Kraft, so das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mit dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) werden Unternehmen verpflichtet bis Dezember 2015 ein Energiemanagementsystem einzuführen. Die betroffenen Unternehmen sind Großunternehmen, welche mehr als 250 Personen beschäftigen und die entweder einen Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. EUR erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf mehr als 43 Mio. EUR beläuft (2003/361/EG). Die Gesetzwidrigkeit wird mit einer Geldbuße bis zu 50.000€ geahndet.

Die Unternehmen, die bereits ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach EMAS haben, sind von der Energiemanagement-Pflicht befreit.

Ein weiteres Gesetz zur nicht finanziellen Berichtserstattung soll bis Ende 2016 erlassen werden. Als Grundlage des Gesetzes dient die Richtlinie 2013/34/EU des Europäischen Parlaments. Die Richtlinie verpflichtet Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern eine nicht finanzielle Erklärung zu erstellen. Diese Erklärung beschreibt die unternehmerische Tätigkeit und deren Auswirkungen auf Umwelt-, Sozial-, und Arbeitnehmerbelange, auf die Achtung der Menschenrechte und auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung.

Die Richtlinie weist auf die zugelassenen Rahmenwerke neben anderen auch auf die EMAS hin.

 

Ihre Umweltberaterin Milena Pfisterer